Darts fallen aus der Scheibe: Ursachen und Lösungen

veröffentlicht am 31. Juli 2026 in Technik von

Der Dart trifft das gewünschte Feld, bleibt einen Moment hängen und fällt anschließend einfach wieder heraus. Besonders ärgerlich ist das, wenn der Pfeil eigentlich sauber im Triple oder Doppel gelandet wäre. Passiert das gelegentlich, gehört es zum Dartspiel. Fallen die Pfeile jedoch auffällig häufig aus der Scheibe, sollte man genauer hinsehen. Die Ursache kann an glatten oder beschädigten Spitzen liegen, an einem verschlissenen Dartboard, einem ungünstigen Einschlagwinkel oder sogar daran, wie der Dart aus der Hand kommt. Bevor eine neue Dartscheibe gekauft oder das komplette Setup verändert wird, lässt sich das Problem meist mit einigen einfachen Tests eingrenzen.

Ein einzelner herausfallender Dart ist noch kein Problem

Auch auf einem hochwertigen Board mit guten Dartspitzen kann ein Pfeil gelegentlich nicht richtig halten. Er kann einen Draht streifen, einen bereits steckenden Dart berühren oder genau auf eine ungünstige Stelle im Sisal treffen. Ein solcher Treffer sagt wenig über den Zustand der Ausrüstung aus. Erst wenn Darts regelmäßig aus dem Board fallen und sich ein Muster erkennen lässt, lohnt sich die Fehlersuche. Besonders aufschlussreich ist die Frage, ob alle drei Pfeile betroffen sind, ob das Problem nur in bestimmten Segmenten auftritt oder ob immer derselbe Dart herausfällt.

Erst beobachten, wo das Problem auftritt

Bevor etwas verändert wird, sollte man einige Aufnahmen bewusst über verschiedene Bereiche des Boards verteilen. Halten die Darts beispielsweise im unteren Bereich problemlos, während sie rund um die Triple 20 auffällig häufig herausfallen, spricht vieles für lokalen Verschleiß der Dartscheibe. Fallen sie dagegen überall ähnlich häufig heraus, kommen eher die Spitzen oder der Einschlagwinkel infrage. Wenn nur einer von drei baugleichen Pfeilen betroffen ist, sollte dieser einzelne Dart zuerst auf eine beschädigte oder besonders glatte Spitze untersucht werden.

Glatte Spitzen können zu wenig Halt bieten

Neue Steeldartspitzen besitzen häufig eine relativ glatte Oberfläche. Das sieht hochwertig aus und schont das Sisal, kann aber bei manchen Boards dazu führen, dass die Spitze nicht besonders fest sitzt. Vor allem bei sehr flachem Einschlagwinkel oder eher leichten Würfen kann der Dart nach dem Treffer langsam wieder aus dem Board rutschen. Das bedeutet nicht, dass jede neue Spitze sofort bearbeitet werden muss. Hält der Dart zuverlässig, gibt es keinen Grund dafür. Erst wenn wiederholt Probleme auftreten, kann eine etwas griffigere Oberfläche sinnvoll sein.

Spitzen müssen nicht rasiermesserscharf sein

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass Steeldartspitzen möglichst scharf sein müssen, damit sie im Board halten. Tatsächlich ist eine extrem nadelförmige Spitze nicht notwendig. Entscheidend ist, dass sie sauber in das Sisal eindringen kann und anschließend genügend Reibung besitzt. Eine leicht abgerundete Spitze kann sogar Vorteile haben, wenn sie an einem Draht auftrifft, weil sie eher daran vorbeigleitet als sich direkt daran abzustützen. Stumpf im Sinne einer deutlich deformierten oder abgeplatteten Spitze sollte sie allerdings ebenfalls nicht sein.

Leichtes Anrauen kann den Halt verbessern

Wenn eine glatte Spitze immer wieder aus dem Board rutscht, lässt sie sich vorsichtig etwas aufrauen. Dafür genügt feines Schleifpapier beziehungsweise ein spezieller Dartspitzen-Schärfer. Ziel ist keine grobe Sägezahnstruktur, sondern lediglich eine etwas weniger glatte Oberfläche. Besonders der Bereich, der tatsächlich in das Sisal eindringt, benötigt genügend Reibung. Anschließend sollte getestet werden, ob der Dart besser hält. Aggressives Schleifen ist unnötig und kann sogar kontraproduktiv sein.

Zu raue Spitzen schädigen das Dartboard

Mehr Grip ist nicht unbegrenzt besser. Stark aufgeraute oder mit tiefen Strukturen versehene Points können beim Herausziehen Sisalfasern mitnehmen. Dadurch hält der Dart zunächst möglicherweise hervorragend, das Board verschleißt langfristig aber schneller. Gerade bei modernen Grip-Points sollte man deshalb darauf achten, wie sich die Pfeile aus dem Board ziehen lassen. Muss der Dart mit großer Kraft oder starken Drehbewegungen entfernt werden, ist mehr Oberflächenstruktur nicht zwingend ein Vorteil. Idealerweise hält die Spitze zuverlässig, lässt sich aber trotzdem kontrolliert wieder herausziehen.

Eine verbogene Spitze kann schlecht eindringen

Nach einem Sturz auf Fliesen, Beton oder einen anderen harten Untergrund kann sich eine Steeldartspitze leicht verbiegen. Manchmal ist die Abweichung so gering, dass sie auf den ersten Blick kaum auffällt. Trifft der Dart dann nicht mehr entlang seiner eigentlichen Achse auf das Board, dringt die Spitze möglicherweise schräg ein und besitzt weniger Halt. Ein Vergleich der drei Darts hilft schnell weiter. Sieht eine Spitze anders aus oder läuft beim Drehen sichtbar unrund, sollte sie ersetzt beziehungsweise fachgerecht gerichtet werden.

Wechselspitzen machen die Reparatur einfach

Viele moderne Barrels erlauben den Austausch der Points. Je nach System wird dafür ein entsprechendes Werkzeug benötigt. Wer regelmäßig spielt, kann dadurch beschädigte oder ungeeignete Spitzen ersetzen, ohne gleich einen neuen Dart kaufen zu müssen. Gleichzeitig lassen sich unterschiedliche Längen und Oberflächen ausprobieren. Dabei sollte allerdings bedacht werden, dass eine andere Spitze nicht nur den Halt im Board verändert. Länge und Gewicht können auch Balance und Einschlagwinkel des gesamten Darts geringfügig beeinflussen.

Das Board kann lokal verschlissen sein

Dartscheiben nutzen sich nicht gleichmäßig ab. Die Triple 20 bekommt normalerweise wesentlich mehr Treffer als beispielsweise die einfache 13 oder 15. Wer das Board nie dreht, kann deshalb irgendwann eine stark beanspruchte Zone besitzen, während große Teile der Scheibe beinahe neu wirken. Die Sisalfasern rund um die häufig getroffenen Bereiche verlieren nach vielen Tausend Treffern ihre ursprüngliche Struktur. Darts sitzen dort möglicherweise lockerer und fallen häufiger heraus. In diesem Fall ist nicht automatisch die gesamte Scheibe verbraucht.

Drehen bringt frisches Sisal an die Hauptzielzone

Bei einem Board mit abnehmbarem Zahlenring lässt sich die Spielfläche regelmäßig rotieren. Die bisherige Triple 20 wandert dadurch an eine weniger häufig bespielte Position und ein frischerer Sisalbereich übernimmt ihre Aufgabe. Gerade wenn herausfallende Darts hauptsächlich rund um die 20 auftreten, sollte eine Rotation zu den ersten Maßnahmen gehören. Verbessert sich der Halt danach deutlich, war der lokale Verschleiß sehr wahrscheinlich die Ursache. Das Drehen sollte anschließend regelmäßig erfolgen, statt erst wieder zu warten, bis auch der neue Bereich stark abgenutzt ist.

Ein komplett verbrauchtes Board lässt sich nicht retten

Irgendwann erreicht auch ein regelmäßig gedrehtes Dartboard das Ende seiner Lebensdauer. Wenn Darts in vielen Bereichen schlecht halten, größere Löcher dauerhaft offenbleiben, das Sisal stark aufquillt oder herausbricht, hilft weiteres Rotieren nur begrenzt. Ein Board muss dabei nicht schön aussehen, um noch spielbar zu sein. Kratzer, Farbabrieb und kleine Gebrauchsspuren sind normal. Entscheidend ist, ob die Pfeile zuverlässig aufgenommen werden und die Oberfläche weitgehend eben bleibt.

Sehr trockene oder feuchte Lagerung kann dem Board schaden

Sisal reagiert auf seine Umgebung. Eine Dartscheibe sollte deshalb in einem normalen, trockenen Innenraum betrieben werden. Feuchte Keller, Gartenhäuser mit starken Klimaschwankungen oder Bereiche mit Kondenswasser sind ungünstig. Ebenso sollte das Board nicht nass gereinigt oder künstlich angefeuchtet werden. Alte Tipps, ein Dartboard mit Wasser wieder „frisch“ zu machen, passen nicht zu modernen Sisalboards. Feuchtigkeit kann das Material aufquellen lassen und Verklebungen beeinträchtigen, statt die Lebensdauer zu verlängern.

Der Einschlagwinkel entscheidet über die Haltekraft mit

Ein Dart, der mit seiner Spitze relativ gerade und ausreichend tief in das Sisal eindringt, besitzt gewöhnlich guten Halt. Bei einem extrem flachen Eintritt kann die Spitze dagegen nur einen kürzeren Weg durch das Material zurücklegen. Das Gewicht des hinteren Dartbereichs wirkt anschließend wie ein kleiner Hebel. Dadurch kann sich der Pfeil langsam aus der Scheibe lösen. Wer ständig Darts mit stark herunterhängendem oder seitlichem Heck beobachtet und gleichzeitig Probleme mit dem Halt hat, sollte deshalb auch das Flugverhalten betrachten.

Ein ungewöhnlicher Winkel ist trotzdem nicht automatisch falsch

Viele erfolgreiche Spieler werfen Darts, die deutlich nach oben oder unten geneigt im Board stecken. Der Winkel allein ist deshalb kein Fehler. Relevant wird er erst, wenn die Pfeile dadurch regelmäßig herausfallen oder nachfolgende Darts stark behindert werden. Ein stabil reproduzierbarer Einschlagwinkel, bei dem der Dart sicher hält, muss nicht verändert werden. Erst wenn ein konkretes Problem entsteht, lohnt sich das Experimentieren mit Shaft, Flight oder Release.

Flights und Shafts können den Winkel verändern

Der Einschlagwinkel lässt sich teilweise über das Setup beeinflussen. Ein anderer Shaft verändert Gesamtlänge und Position des Flights, während verschiedene Flightformen unterschiedlich stark stabilisieren. Dadurch kann derselbe Barrel nach einem Umbau anders im Board stecken. Wenn die Darts trotz intakter Spitzen immer wieder sehr flach eintreten und schlecht halten, kann ein Test mit einer anderen Shaftlänge oder einem größeren Flight sinnvoll sein. Dabei sollte immer nur eine Komponente gleichzeitig verändert werden, damit die Wirkung nachvollziehbar bleibt.

Ein taumelnder Dart dringt möglicherweise schlechter ein

Wenn der Dart unmittelbar vor dem Board noch deutlich seitlich pendelt, trifft seine Spitze unter Umständen nicht sauber entlang der Flugrichtung auf. Dadurch wird ein Teil der Bewegungsenergie nicht in das Eindringen ins Sisal umgesetzt. Der Pfeil kann schlechter halten oder sogar komplett abprallen. Ein deutlich taumelnder Flug spricht häufig für einen unsauberen Release oder eine ungünstige Kombination aus Shaft und Flight. Eine Zeitlupenaufnahme mit dem Smartphone kann solche Bewegungen besser zeigen als die eigene Wahrnehmung während des Wurfs.

Ein sehr leichter Wurf kann ebenfalls eine Rolle spielen

Darts müssen nicht mit Gewalt geworfen werden. Ein kontrollierter Wurf reicht vollkommen aus. Wird der Pfeil jedoch so weich gespielt, dass die Spitze nur sehr oberflächlich in das Sisal eindringt, kann der Halt geringer sein. Besonders schwere, lange Setups erzeugen anschließend eine gewisse Hebelwirkung. Wer beobachtet, dass die Pfeile kaum in das Board eindringen, sollte allerdings nicht einfach möglichst hart werfen. Sinnvoller ist zunächst zu prüfen, ob Spitze, Board und Flugbahn in Ordnung sind.

Mehr Kraft ist selten die beste Lösung

Ein Dart muss nur genügend Energie besitzen, um sicher in das Sisal einzudringen. Übermäßig kräftige Würfe bringen keinen Präzisionsvorteil und können den Bewegungsablauf unnötig verspannen. Wer sein Problem allein durch immer härteres Werfen löst, behandelt möglicherweise nur das Symptom. Gute Spitzen in einem intakten Board sollten auch bei einer entspannten normalen Wurfbewegung zuverlässig halten. Wenn dafür ungewöhnlich viel Kraft nötig ist, sollte die Ausrüstung kontrolliert werden.

Ein Treffer auf den Spider kann den Dart herausdrücken

Nicht jeder Pfeil, der scheinbar aus dem Board fällt, war tatsächlich richtig im Sisal. Trifft die Spitze auf den Draht zwischen den Segmenten, kann sie abgelenkt werden. Moderne Boards besitzen besonders dünne, eingelassene Trennsysteme, wodurch solche Bounce-outs seltener werden, vollständig verhindern lassen sie sich aber nicht. Der Dart kann nach einem Drahttreffer noch kurz am Board hängen oder oberflächlich ins Sisal rutschen und anschließend herunterfallen. Einzelne solcher Situationen gehören deshalb zum Spiel.

Dicke Runddrähte produzieren häufiger Abpraller

Ältere oder sehr günstige Dartboards besitzen teilweise deutlich dickere Drähte und zusätzliche Befestigungsklammern. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Spitze auf Metall statt auf Sisal trifft. Wer regelmäßig unter Bounce-outs leidet und ein solches Board verwendet, kann mit einem moderneren Blade-System deutlich mehr nutzbare Trefferfläche gewinnen. Das bedeutet nicht, dass jedes Herausfallen auf den Spider zurückzuführen ist. Bei auffällig vielen direkten Abprallern kann die Konstruktion des Boards jedoch einen erheblichen Unterschied machen.

Ein anderer Dart kann den Treffer ablenken

Bei engen Gruppierungen trifft ein neuer Dart häufig Barrel, Shaft oder Flight eines bereits steckenden Pfeils. Dadurch verliert er Geschwindigkeit oder verändert seine Flugrichtung. Manchmal gelangt die Spitze anschließend noch ins Board, dringt aber nur wenige Millimeter ein und fällt kurz darauf wieder heraus. Das ist kein Problem mit der Spitze und auch kein Zeichen für ein schlechtes Board. Besonders bei guten Spielern nimmt diese Form der Kollision mit enger werdenden Gruppierungen zwangsläufig zu.

Flight-Kollisionen können täuschen

Eine Berührung mit dem Flight des ersten Darts ist nicht immer deutlich zu hören oder zu sehen. Der nachfolgende Pfeil kann leicht daran entlanggleiten, wird aber ausreichend abgebremst, um nur noch oberflächlich im Sisal zu landen. Wer sich wundert, warum Darts ausgerechnet bei engen Gruppen häufiger herausfallen, sollte deshalb auch auf solche Kontakte achten. Kleinere Flights oder ein anderer Einschlagwinkel können mehr Raum schaffen, sollten jedoch nur verändert werden, wenn die Kollisionen tatsächlich häufig zum Problem werden.

Ein locker sitzender Point kann wie ein Boardproblem wirken

Bei austauschbaren Spitzen sollte geprüft werden, ob der Point fest im Barrel sitzt. Eine gelockerte Spitze kann beim Einschlag minimal nachgeben oder sich bewegen. Das fühlt sich möglicherweise so an, als würde das Board den Dart nicht richtig aufnehmen. Auch Gewinde anderer Komponenten sollten kontrolliert werden. Ein Dart besteht aus mehreren Teilen, und kleine mechanische Probleme können sich beim Flug und Einschlag überraschend deutlich bemerkbar machen.

Immer derselbe Dart ist ein wichtiger Hinweis

Wer ein Set aus drei Pfeilen spielt, hat einen einfachen eingebauten Vergleich. Fallen alle drei ähnlich häufig heraus, liegt die Ursache eher am Board, am generellen Setup oder an der Wurftechnik. Ist dagegen fast ausschließlich ein bestimmter Dart betroffen, sollte dieser genau untersucht werden. Spitze, Shaft und Flight werden miteinander verglichen. Schon eine leicht verbogene Spitze oder ein beschädigter Flight kann erklären, warum sich ein einzelner Pfeil anders verhält als die beiden anderen.

Unterschiedliche Spitzen im selben Set vermeiden

Nach einem Defekt wird manchmal nur eine einzelne Spitze ersetzt. Ist das neue Modell deutlich länger, glatter oder stärker strukturiert als die beiden anderen, besitzt das Set anschließend drei nicht mehr vollständig identische Darts. Für lockeres Freizeitspiel ist das kein Drama, für ein reproduzierbares Training aber ungünstig. Wenn Points gewechselt werden, ist es deshalb meist sinnvoll, alle drei Darts auf denselben Typ zu bringen. So bleibt das Verhalten möglichst einheitlich.

Lange Spitzen bieten nicht automatisch besseren Halt

Eine längere Dartspitze kann theoretisch tiefer ins Sisal eindringen, doch daraus entsteht nicht zwangsläufig mehr Halt. Entscheidend ist, wie weit sie tatsächlich ins Board gelangt und welche Oberfläche sie besitzt. Sehr lange Points verändern außerdem die Position des Barrels relativ zur Scheibe und können die Balance leicht beeinflussen. Viele Spieler verwenden lange Spitzen vor allem, um bei engen Gruppierungen mehr Abstand zwischen Barrel und Board zu schaffen. Als reine Lösung gegen herausfallende Darts sollte die Länge deshalb nicht überschätzt werden.

Kurze Spitzen sind ebenfalls kein grundsätzliches Problem

Auch relativ kurze Steeldartspitzen können hervorragend im Board halten. Solange ausreichend Material in das Sisal eindringt, ist kein besonders langer Point erforderlich. Wenn ein kurzer Dart regelmäßig herausfällt, lohnt sich zunächst die Kontrolle von Oberfläche, Einschlagwinkel und Boardzustand. Nur wegen der Länge sofort auf ein deutlich längeres Modell umzusteigen, kann das gesamte Fluggefühl verändern, ohne die eigentliche Ursache zu beseitigen.

Grip-Points erhöhen die Reibung im Board

Neben glatten Spitzen gibt es Modelle mit Rillen, Fräsungen oder speziell angerauten Bereichen. Diese Strukturen sollen den Halt im Sisal verbessern. Das kann sehr effektiv sein, insbesondere für Spieler, die mit glatten Points häufig Probleme haben. Gleichzeitig steigt aber der Widerstand beim Herausziehen. Wer solche Spitzen verwendet, sollte den Dart nicht seitlich aus dem Board reißen, sondern kontrolliert entfernen. Je aggressiver die Oberfläche, desto wichtiger wird ein schonender Umgang mit dem Sisal.

Boardpflege bedeutet vor allem gleichmäßige Nutzung

Ein Dartboard braucht keine aufwendige Behandlung mit Pflegemitteln. Viel wichtiger ist regelmäßiges Drehen. Dadurch wandert ein wenig benutzter Sisalbereich an die Position der 20 und stark beanspruchte Segmente erhalten eine Pause. Gleichzeitig sollte das Board trocken gehalten und vor extremen Klimabedingungen geschützt werden. Diese simplen Maßnahmen verlängern die Lebensdauer erheblich und verhindern viele Situationen, in denen Darts aufgrund stark lokaler Abnutzung nicht mehr zuverlässig halten.

Auch die Entfernung der Darts beeinflusst den Verschleiß

Besonders griffige Spitzen sollten nicht mit starken seitlichen Bewegungen herausgehebelt werden. Dadurch werden die Sisalfasern unnötig auseinandergedrückt. Besser ist es, den Barrel nahe am Board zu greifen und den Dart kontrolliert herauszuziehen. Eine kleine Drehbewegung kann bei stark haftenden Points helfen. Wer Tausende Pfeile pro Jahr wirft, beeinflusst die Lebensdauer seines Boards nicht nur durch die Treffer selbst, sondern auch dadurch, wie diese Pfeile anschließend wieder entfernt werden.

Die Dartscheibe sollte stabil an der Wand sitzen

Ein Board, das bei jedem Treffer nach hinten kippt oder stark wackelt, nimmt einen Teil der Bewegungsenergie des Darts auf. Bei normalen Wandhalterungen ist dieser Effekt meist klein, ein schlecht montiertes Board kann aber zusätzlich störend wirken. Abstandshalter auf der Rückseite sollten so eingestellt sein, dass die Dartscheibe stabil und flächig sitzt. Gleichzeitig erleichtert eine stabile Montage das Herausziehen der Pfeile und verhindert, dass sich das Board dabei ständig bewegt.

Freistehende Dartständer müssen ebenfalls stabil sein

Nicht jede Dartscheibe hängt an einer massiven Wand. Mobile Ständer sind praktisch für Mietwohnungen oder Räume, in denen nicht gebohrt werden soll. Auch sie sollten möglichst wenig schwingen. Ein sehr leichter Ständer kann sich bei Treffern sichtbar bewegen. Normalerweise reicht die Energie eines Dartwurfs trotzdem zum sicheren Eindringen aus, doch ein stabiler Aufbau verbessert das Spielgefühl und reduziert zusätzliche Bewegungen. Bei auffälligen Problemen lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die gesamte Anlage.

Ein neues Board kann sich anders anfühlen

Wer von einer alten, weichen Scheibe auf ein neues Dartboard wechselt, bemerkt manchmal ein deutlich anderes Einschlaggefühl. Die Oberfläche kann zunächst fester wirken und die Darts dringen anders ein. Daraus sollte nicht sofort geschlossen werden, dass das neue Board schlechter hält. Nach einigen Spielstunden kennt der Spieler das neue Verhalten meist besser. Fallen die Darts allerdings von Beginn an ungewöhnlich häufig heraus, sollten zunächst die eigenen Points und ihr Oberflächenzustand kontrolliert werden.

Verschiedene Boards reagieren unterschiedlich auf dieselben Spitzen

Sisalqualität, Pressung und Konstruktion unterscheiden sich zwischen Dartboards. Ein Point, der in einem Board extrem fest sitzt, kann sich in einem anderen leichter herausziehen lassen. Genau deshalb gibt es nicht die eine ideale Spitzenoberfläche für jede Scheibe. Wer regelmäßig an unterschiedlichen Orten spielt, erlebt möglicherweise, dass das eigene Setup im Vereinsheim anders hält als am Board zu Hause. Solange die Unterschiede gering bleiben, ist das normal und kein Anlass für ständige Veränderungen.

Ein Dart sollte fest sitzen, aber nicht feststecken

Optimal ist ein Mittelweg. Der Dart bleibt auch bei leichtem Berühren sicher im Board, lässt sich anschließend jedoch ohne großen Kraftaufwand entfernen. Wenn man die Scheibe beim Herausziehen nahezu von der Wand reißen muss, sind die Points möglicherweise unnötig aggressiv. Wenn der Pfeil dagegen bei jeder kleinen Erschütterung herunterfällt, fehlt Halt. Genau dieses Gleichgewicht sollte beim Bearbeiten oder Auswählen der Spitzen angestrebt werden.

So lässt sich die Ursache systematisch finden

Am schnellsten funktioniert die Fehlersuche, wenn nicht alles gleichzeitig verändert wird. Zuerst werden die drei Darts miteinander verglichen und Spitzen, Shafts und Flights auf Schäden kontrolliert. Danach wird auf verschiedene Bereiche des Boards geworfen. Treten die Probleme nur rund um stark bespielte Segmente auf, wird die Scheibe gedreht. Bleiben die Darts überall schlecht hängen, kann eine vorsichtige Bearbeitung beziehungsweise ein Wechsel der Points getestet werden. Erst wenn diese einfachen Ursachen ausgeschlossen sind, lohnt sich das Experimentieren mit Flight, Shaft oder Wurftechnik.

Nicht sofort eine neue Dartscheibe kaufen

Ein Board wird schnell verdächtigt, sobald einige Pfeile herausfallen. Dabei ist ein neues Dartboard eine vergleichsweise teure Lösung für ein Problem, das vielleicht mit wenigen Bewegungen eines Schleifsteins oder einer neuen Spitze behoben werden könnte. Besonders wenn das Sisal in wenig genutzten Segmenten noch sauber aussieht und die Darts dort zuverlässig halten, ist die Scheibe wahrscheinlich noch lange nicht verbraucht. Dann genügt häufig eine Rotation.

Nicht sofort die Wurftechnik umbauen

Dasselbe gilt für den eigenen Wurf. Wer jahrelang stabile Darts gespielt hat und plötzlich feststellt, dass ein bestimmter Pfeil aus dem Board fällt, sollte nicht als Erstes seinen Release verändern. Materialprobleme entstehen oft plötzlich, technische Gewohnheiten dagegen meist nicht. Erst wenn Board und Darts überprüft wurden und die Pfeile sichtbar sehr flach, taumelnd oder unregelmäßig eintreten, sollte die Technik genauer betrachtet werden.

Häufig steckt eine sehr einfache Ursache dahinter

Ein wenig zu glatte Point-Oberflächen, eine lange nicht gedrehte Triple 20 oder ein einzelner beschädigter Dart erklären einen großen Teil der typischen Probleme. Genau deshalb lohnt sich eine nüchterne Fehlersuche mehr als ein kompletter Umbau des Setups. Darts müssen nicht mit maximaler Gewalt ins Board geschossen werden und Spitzen müssen nicht aussehen wie kleine Feilen. Eine intakte Scheibe und leicht griffige, gerade Points reichen normalerweise aus, damit ein normal geworfener Steeldart zuverlässig hält.

Board und Spitze müssen zusammen funktionieren

Ob ein Dart sicher im Board steckt, entsteht aus mehreren Faktoren gleichzeitig. Die Spitze muss sauber eindringen und genügend Reibung besitzen, das Sisal muss intakt sein und der Dart sollte in einem brauchbaren Winkel auf die Scheibe treffen. Kommt zusätzlich ein stabiler Flug hinzu, bleibt der Pfeil normalerweise zuverlässig hängen. Wer deshalb bei herausfallenden Darts zunächst beobachtet, vergleicht und jeweils nur eine Ursache verändert, findet die Lösung meist ohne großen Aufwand. Und sehr häufig ist weder ein neues Dartset noch ein neues Board nötig – sondern lediglich eine gedrehte Scheibe oder eine etwas griffigere Spitze.


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