Tungsten oder Messing: Welche Dartpfeile sind besser?

veröffentlicht am 23. Juni 2026 in Ausstattung von

Wer sein erstes eigenes Dartset kaufen möchte, stößt sehr schnell auf zwei Materialien: Messing und Tungsten. Messingdarts sind häufig ausgesprochen günstig und gehören deshalb zu vielen Einsteigersets. Tungsten-Darts kosten mehr, werden dafür aber deutlich häufiger von ambitionierten Spielern verwendet. Daraus entsteht leicht der Eindruck, Messing sei nur etwas für Anfänger und Tungsten grundsätzlich die bessere Wahl. Ganz so einfach ist die Sache nicht. Das Material entscheidet nicht darüber, ob ein Dart präzise fliegt. Es beeinflusst vor allem, wie kompakt und dünn ein Barrel bei einem bestimmten Gewicht gebaut werden kann. Genau dieser Unterschied wird mit zunehmender Spielerfahrung immer wichtiger.

Das Barrel trägt den größten Teil des Dartgewichts

Der Barrel ist das zentrale Metallstück eines Dartpfeils. Hier greifen die Finger, hier befindet sich der größte Teil des Gewichts und hier werden Form, Schwerpunkt und Grip bestimmt.

Shaft, Flight und Spitze verändern das Setup ebenfalls, doch das grundlegende Gefühl eines Dartpfeils entsteht vor allem durch seinen Barrel. Ein Wechsel auf ein anderes Material kann deshalb unmittelbar auffallen, selbst wenn das Gewicht auf dem Papier nahezu gleich bleibt.

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Durchmesser. Zwei Darts mit vergleichbarem Gewicht können aufgrund unterschiedlicher Materialien völlig verschieden dick sein.

Warum Tungsten so beliebt ist

Tungsten ist die englische Bezeichnung für Wolfram. Das Metall besitzt eine sehr hohe Dichte. Dadurch lässt sich viel Gewicht in vergleichsweise wenig Volumen unterbringen.

Für Dartpfeile ist genau das interessant. Ein Barrel kann beispielsweise 23 Gramm wiegen und trotzdem relativ schmal bleiben.

Diese kompakte Bauweise ermöglicht es, mehrere Darts dicht nebeneinander in kleinen Segmenten wie dem Triple 20 oder Triple 19 zu platzieren.

Deshalb wird Tungsten nicht verwendet, weil es einen Dart automatisch genauer macht. Das Material schafft lediglich die technischen Voraussetzungen für schlanke, schwere Barrels.

Messing benötigt mehr Volumen

Messing besitzt eine deutlich geringere Dichte als Wolfram. Um dasselbe Dartgewicht zu erreichen, muss ein Messingbarrel deshalb größer und meist deutlich dicker gebaut werden.

Ein 23-Gramm-Messingdart kann dadurch wesentlich voluminöser sein als ein Tungsten-Modell mit demselben Gewicht.

Für Anfänger ist das zunächst nicht zwingend ein Problem. Wenn die Darts noch relativ weit voneinander entfernt im Board landen, spielt der zusätzliche Durchmesser kaum eine Rolle.

Erst wenn die Gruppierungen enger werden, fällt zunehmend auf, dass dicke Barrels wertvollen Platz im Zielfeld beanspruchen.

Dünnere Barrels schaffen mehr Platz

Das Triple-20-Segment ist klein. Treffen bereits ein oder zwei Dartpfeile das gewünschte Feld, bleibt für den nächsten Pfeil nur noch begrenzt Raum.

Ein dünner Tungsten-Barrel blockiert weniger Fläche als ein dicker Messingdart. Dadurch steigt die Chance, einen weiteren Dart direkt daneben zu platzieren.

Der Vorteil betrifft nicht nur hohe Scores. Auch beim Spiel auf Doppel- und Checkoutfelder kann ein kompakter Barrel hilfreich sein.

Je enger ein Spieler gruppiert, desto deutlicher wird dieser Unterschied.

Ein Anfänger braucht nicht sofort extrem dünne Darts

Wer gerade erst mit dem Dartspielen beginnt, verteilt seine Pfeile meist noch deutlich über das Board. In dieser Phase ist der Durchmesser des Barrels selten der entscheidende Faktor.

Ein günstiges Messing-Set kann deshalb völlig ausreichen, um herauszufinden, ob Dart überhaupt regelmäßig gespielt werden soll.

Auch Stand, Wurfbewegung, Griff und Release lassen sich mit Messingdarts lernen.

Niemand benötigt ein teures Tungsten-Set, um die ersten Hunderte oder Tausende Würfe zu absolvieren.

Messing kann beim Einstieg sogar angenehm sein

Ein dickerer Barrel bietet mehr Fläche für die Finger. Gerade Spielern mit größeren Händen kann das zunächst angenehm erscheinen.

Auch die Gripstrukturen sind häufig deutlich fühlbar. Wer noch keine feste Griffposition entwickelt hat, findet auf einem größeren Barrel möglicherweise leichter eine bequeme Haltung.

Der zusätzliche Durchmesser kann deshalb anfangs sogar Sicherheit vermitteln.

Das bedeutet nicht, dass Messing ergonomisch grundsätzlich besser wäre. Es zeigt lediglich, dass dünner nicht für jeden Anfänger automatisch angenehmer ist.

Tungsten wird interessanter, sobald die Gruppierungen enger werden

Mit regelmäßigem Training verbessert sich die Streuung. Darts landen häufiger im selben Segment und beginnen, einander zu berühren.

Ab diesem Zeitpunkt wird der verfügbare Raum zunehmend relevant. Dicke Barrels können andere Pfeile verdecken oder nachfolgende Darts ablenken.

Ein Wechsel auf schlankere Tungsten-Darts kann dann einen echten praktischen Vorteil bieten.

Der Unterschied entsteht nicht durch eine geheimnisvolle Materialeigenschaft, sondern schlicht dadurch, dass weniger Metall im Weg steht.

Was bedeutet 80 Prozent Tungsten?

Reine Wolfram-Barrels wären technisch schwierig herzustellen. Deshalb bestehen Dartbarrels aus Legierungen.

Angaben wie 80 %, 90 % oder 95 % Tungsten beschreiben den Wolframanteil dieser Legierung.

Je höher dieser Anteil ist, desto höher kann grundsätzlich die Dichte des Materials ausfallen. Dadurch lassen sich bei gleichem Gewicht noch schlankere Barrels konstruieren.

Allerdings hängt der tatsächliche Durchmesser weiterhin von Länge, Form und Gewichtsverteilung des Barrels ab.

Mehr Tungsten bedeutet nicht automatisch bessere Darts

Ein 95-Prozent-Tungsten-Dart ist nicht automatisch präziser als ein Modell mit 80 oder 90 Prozent. Die höhere Materialdichte ermöglicht lediglich bestimmte Bauformen.

Ein langer 80-Prozent-Barrel kann beispielsweise ebenso dünn sein wie ein kürzeres Modell mit höherem Tungsten-Anteil.

Außerdem spielen Grip, Balance und Form für das persönliche Wurfgefühl oft eine wesentlich größere Rolle als einige Prozentpunkte Unterschied beim Material.

Wer mit einem 80-Prozent-Tungsten-Dart hervorragend zurechtkommt, hat keinen sportlichen Grund, nur wegen der Zahl auf 95 Prozent umzusteigen.

80 bis 90 Prozent sind für viele Spieler völlig ausreichend

Für Hobbyspieler bietet dieser Bereich häufig einen sehr guten Kompromiss. Die Barrels können bereits vergleichsweise schlank gebaut werden, während die Preise meist deutlich unter besonders hochprozentigen Premium-Modellen liegen.

Gerade für den ersten ernsthaften Dart ist deshalb ein Modell mit etwa 80 bis 90 Prozent Tungsten interessant.

Der Spieler bekommt den wesentlichen Vorteil des Materials, ohne für besonders aufwendige Legierungen oder extrem kompakte Bauformen bezahlen zu müssen.

Wichtiger ist, dass Gewicht, Form und Grip zur eigenen Hand passen.

95 Prozent und mehr können sehr schlanke Barrels ermöglichen

Sehr hohe Tungsten-Anteile werden vor allem dann interessant, wenn besonders kompakte oder dünne Barrels gewünscht werden.

Das kann für Spieler mit extrem engen Gruppierungen attraktiv sein. Auch kurze und schwere Barrels lassen sich dadurch realisieren, ohne übermäßig dick zu werden.

Für einen Einsteiger entsteht daraus jedoch kaum ein unmittelbarer Vorteil.

Wer noch nicht einmal weiß, ob er lieber einen geraden oder torpedoförmigen Barrel spielt, profitiert meist stärker von einem günstigeren, vielseitigen Modell als von maximalem Tungsten-Anteil.

Der Barrel-Durchmesser ist wichtiger als die Prozentzahl

Beim Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf die tatsächlichen Maße. Hersteller geben häufig Länge und maximalen Durchmesser des Barrels an.

Diese Zahlen sagen mehr über die Platzverhältnisse im Board aus als der Tungsten-Anteil allein.

Ein 90-Prozent-Dart kann aufgrund seiner Form an einer Stelle relativ dick sein, während ein längeres 80-Prozent-Modell schlanker ausfällt.

Wer einen möglichst dünnen Dart sucht, sollte deshalb direkt den Durchmesser vergleichen.

Auch die Länge beeinflusst den Durchmesser

Dasselbe Gewicht kann auf unterschiedliche Weise verteilt werden. Ein langer Barrel kann dünner gebaut werden, weil sich seine Masse über eine größere Strecke verteilt.

Ein sehr kurzer Barrel muss bei gleichem Material und Gewicht entsprechend dicker sein.

Deshalb sollte ein Dart nie ausschließlich nach Durchmesser ausgewählt werden. Ein extrem langer, dünner Barrel kann für einen Spieler völlig ungeeignet sein, wenn dessen bevorzugte Griffposition oder Wurfbewegung besser zu einem kompakten Dart passt.

Material, Länge und Form müssen zusammen betrachtet werden.

Tungsten ermöglicht mehr unterschiedliche Formen

Die hohe Dichte von Wolfram gibt Herstellern größere Freiheit bei der Konstruktion. Dadurch entstehen sehr schlanke gerade Barrels, kurze Torpedoformen, frontlastige Modelle und zahlreiche komplexe Geometrien.

Messing setzt aufgrund des höheren benötigten Volumens engere Grenzen.

Wer bereits weiß, welche Form er bevorzugt, findet deshalb bei Tungsten-Darts meist eine wesentlich größere Auswahl.

Für experimentierfreudige Spieler ist das einer der größten Vorteile des Materials.

Messingbarrels sind oft einfacher aufgebaut

Günstige Messingdarts besitzen häufig relativ einfache Formen und Gripmuster. Gerade, leicht konische oder einfache gerillte Barrels sind typisch.

Das ist keineswegs schlecht. Ein unkomplizierter Barrel kann für Anfänger sogar besonders sinnvoll sein.

Wer noch keine feste Griffposition besitzt, profitiert häufig von einer neutralen Form, die unterschiedliche Haltungen erlaubt.

Komplexe Gripzonen und ausgefallene Konturen sind erst dann wirklich nützlich, wenn der Spieler bereits weiß, was er sucht.

Die Materialwahl verändert nicht automatisch den Grip

Tungsten wird oft mit besonders aufwendig gefrästen Gripmustern angeboten. Daraus kann der Eindruck entstehen, das Material selbst sei griffiger als Messing.

Der Grip entsteht jedoch durch die Bearbeitung der Oberfläche. Rillen, Ringgrip, Shark-Grip und andere Fräsungen können grundsätzlich bei unterschiedlichen Materialien erzeugt werden.

Ein glatter Tungsten-Barrel kann weniger Halt bieten als ein stark strukturierter Messingdart.

Deshalb sollte der Grip separat vom Material beurteilt werden.

Starker Grip kann wichtiger sein als dünnes Material

Ein Spieler, der ständig Schwierigkeiten hat, dieselbe Griffposition zu finden, profitiert möglicherweise stärker von einem passenden Gripmuster als von einem besonders schlanken Barrel.

Umgekehrt kann ein extrem aggressiver Grip stören, wenn der Dart beim Release an den Fingern hängen bleibt.

Das Material löst dieses Problem nicht.

Ein guter Dart ist deshalb immer eine Kombination aus sinnvoller Form, geeignetem Grip, passendem Gewicht und einer Balance, die zur eigenen Handhaltung passt.

Tungsten fühlt sich nicht automatisch schwerer an

Weil Tungsten wesentlich dichter ist, entsteht gelegentlich die Vorstellung, ein Wolframdart müsse schwerer wirken.

Tatsächlich entscheidet die Grammzahl über die Masse. Ein 23-Gramm-Tungsten-Dart und ein 23-Gramm-Messingdart besitzen grundsätzlich dasselbe Gewicht.

Der Unterschied liegt in der Größe und Verteilung dieser Masse.

Der Tungsten-Barrel kann wesentlich kompakter sein. Dadurch kann sich der Dart subjektiv anders anfühlen, obwohl die Waage denselben Wert zeigt.

Ein kompakter Dart kann schwerer wirken

Die Gewichtsverteilung beeinflusst die Wahrnehmung. Ein kurzer, dichter Tungsten-Barrel mit konzentriertem Schwerpunkt kann sich in der Hand sehr präsent anfühlen.

Ein längerer, voluminöser Messingdart desselben Gewichts verteilt die Masse über mehr Material.

Deshalb kann sich ein Wechsel zwischen beiden überraschend deutlich anfühlen.

Dieser subjektive Unterschied ist ein weiterer Grund, Dartmodelle nach Möglichkeit tatsächlich auszuprobieren.

Messing ist deutlich günstiger

Der wichtigste Vorteil von Messing liegt im Preis. Einfache Dartsets sind teilweise für sehr wenig Geld erhältlich und enthalten dennoch alles, was für ein erstes Spiel benötigt wird.

Wer nur gelegentlich mit Freunden Dart spielt oder zunächst herausfinden möchte, ob das Hobby langfristig interessant bleibt, kann damit problemlos beginnen.

Ein teures Dartset ist keine Voraussetzung für Spaß oder Fortschritt.

Die Investition in Tungsten wird vor allem dann sinnvoll, wenn regelmäßig gespielt wird und bereits konkrete Anforderungen an das Setup entstehen.

Ein extrem billiges Set kann trotzdem Nachteile haben

Nicht jedes günstige Messing-Set ist automatisch empfehlenswert. Sehr einfache Komplettpakete sparen mitunter auch bei Shafts, Flights, Verarbeitung oder Gewichtsgenauigkeit.

Wenn drei Darts eines Sets spürbar unterschiedlich ausbalanciert sind oder schlechte Gewinde besitzen, erschwert das ein konstantes Spiel.

Deshalb sollte auch bei günstigen Modellen auf eine solide Verarbeitung geachtet werden.

Ein vernünftiger Messingdart ist für Einsteiger völlig brauchbar. Ein schlecht gefertigter Dart bleibt unabhängig vom Material schlecht.

Hochwertige Tungsten-Darts sind präzise gefertigt

Bei höherpreisigen Dartsets zahlen Käufer nicht nur für das Material. Auch aufwendigere Bearbeitung, engere Gewichtstoleranzen, komplexe Gripstrukturen und Oberflächenbeschichtungen treiben den Preis.

Dadurch können drei Barrels eines Sets sehr exakt aufeinander abgestimmt sein.

Für ambitionierte Spieler ist diese Konstanz angenehm.

Ein Anfänger wird kleine Gewichtsunterschiede jedoch meist weniger deutlich wahrnehmen als Unterschiede bei Barrelform oder Griffgefühl.

Teure Beschichtungen sind vor allem Geschmackssache

Viele Tungsten-Darts besitzen farbige oder dunkle Beschichtungen. Sie können Oberflächen schützen und das Erscheinungsbild verändern.

Für die reine Präzision sind sie jedoch nicht entscheidend.

Teilweise verändert eine Beschichtung auch das Griffgefühl leicht. Mit zunehmender Nutzung kann sie sich an stark beanspruchten Stellen abnutzen.

Wer hauptsächlich ein funktionales Setup sucht, muss deshalb keinen Aufpreis für besonders aufwendig beschichtete Barrels bezahlen.

Tungsten ist langlebig

Ein guter Tungsten-Barrel kann viele Jahre verwendet werden. Das Material selbst wird durch normales Dartspielen kaum verbraucht.

Lediglich Gripkanten können sich über sehr lange Zeit etwas glätten, wenn Darts ständig aneinanderstoßen.

Shafts, Flights und Spitzen werden wesentlich häufiger ersetzt als die eigentlichen Barrels.

Dadurch relativiert sich ein höherer Anschaffungspreis, wenn das Dartset regelmäßig und über mehrere Jahre gespielt wird.

Messing kann sich ebenfalls lange halten

Auch Messingbarrels gehen nicht nach wenigen Monaten kaputt. Für normale Hobbyspieler können sie problemlos lange funktionieren.

Da Messing allerdings weicher ist, können Stöße und Kollisionen stärkere Spuren hinterlassen. Die Oberfläche kann schneller Kratzer oder kleine Kerben bekommen.

Das ist häufig hauptsächlich ein optisches Problem.

Solange Gewinde, Barrel und Spitze technisch in Ordnung sind, bleibt der Dart spielbar.

Der Klang beim Zusammenstoßen unterscheidet sich

Wer mit beiden Materialien spielt, bemerkt manchmal auch akustische Unterschiede. Tungsten-Darts erzeugen bei engen Treffern häufig einen härteren metallischen Klang.

Messing wirkt aufgrund seiner Materialeigenschaften anders.

Für das Spiel hat dieser Unterschied natürlich keine praktische Bedeutung, zeigt aber, dass die Materialien auch haptisch und akustisch ein etwas anderes Erlebnis bieten.

Manche Spieler entwickeln allein dadurch eine subjektive Vorliebe.

Engere Barrels bedeuten nicht automatisch engere Würfe

Ein dünner Tungsten-Barrel schafft Platz. Er sorgt aber nicht dafür, dass der Spieler diesen Platz automatisch nutzt.

Wer seine Darts noch über mehrere Zentimeter verteilt, wird mit einem dünneren Barrel nicht plötzlich enge Gruppen werfen.

Die Präzision entsteht aus einem reproduzierbaren Bewegungsablauf.

Der Vorteil von Tungsten beginnt erst dort, wo die Technik bereits mehrere Pfeile in denselben kleinen Bereich bringt.

Tungsten kann einen technischen Fortschritt besser nutzbar machen

Genau darin liegt aber auch der langfristige Vorteil. Wenn die Gruppierungen besser werden, muss ein guter Tungsten-Dart nicht sofort ersetzt werden.

Das Material wächst gewissermaßen mit dem Spielniveau mit.

Ein Anfänger kann mit einem neutralen 80- oder 90-Prozent-Tungsten-Dart beginnen und denselben Satz noch Jahre später verwenden.

Wer ohnehin davon ausgeht, regelmäßig zu spielen, kann deshalb direkt etwas mehr investieren.

Ein Anfänger muss trotzdem kein Premiumset kaufen

Zwischen einem sehr billigen Messingdart und einem hochpreisigen Profi-Set liegt ein großer Bereich sinnvoller Produkte.

Für viele Einsteiger ist ein vernünftig gefertigter Tungsten-Dart im mittleren Preisbereich die attraktivste Lösung.

Er bietet schlanke Barrels, gute Verarbeitung und ausreichend Auswahl bei Gewicht und Grip, ohne dass besondere Beschichtungen oder extrem hohe Tungsten-Anteile den Preis unnötig erhöhen.

Damit erhält der Spieler ein Setup, das auch bei steigender Präzision nicht sofort an seine Grenzen stößt.

Messing eignet sich hervorragend zum Ausprobieren

Wer noch überhaupt keine Vorstellung von Gewicht oder Griff besitzt, kann mit günstigen Darts verschiedene Grundformen kennenlernen.

Ein Freund, Dartverein oder Dartshop ist dafür allerdings häufig noch besser geeignet. Dort lassen sich mehrere Modelle testen, ohne gleich unterschiedliche Sets zu kaufen.

Die wichtigste Erkenntnis lautet zunächst nicht „Tungsten oder Messing“, sondern beispielsweise „Ich mag 23 Gramm, einen geraden Barrel und mittleren Grip“.

Mit diesen Informationen lässt sich anschließend viel gezielter ein dauerhaftes Dartset auswählen.

Bei Kinder- und Freizeitsets ist Messing häufig völlig ausreichend

Wenn ein Dartboard hauptsächlich gelegentlich bei Familienabenden oder Partys genutzt wird, muss die Ausrüstung nicht auf maximale Gruppierungsdichte optimiert werden.

Robuste, günstige Sets reichen dafür vollkommen aus.

Auch Ersatz ist unkompliziert, wenn ein Dart verloren geht oder beschädigt wird.

Ein teures Tungsten-Set entfaltet seinen Vorteil vor allem dann, wenn regelmäßig trainiert und bewusst an Präzision gearbeitet wird.

Softdarts haben andere Rahmenbedingungen

Bei Softdarts gelten je nach Automat oder Wettbewerb Gewichtsgrenzen, wodurch die Konstruktion zusätzlich beeinflusst wird.

Auch hier bietet Tungsten den Vorteil, vergleichsweise schmale Barrels herstellen zu können.

Messing ist bei einfachen E-Dart-Sets ebenfalls häufig anzutreffen.

Die grundlegende Materialfrage bleibt ähnlich: Tungsten schafft mehr Gewicht auf kleinerem Raum, während Messing eine kostengünstige Alternative darstellt.

Der Dartshop ist für den Vergleich ideal

Wer die Möglichkeit hat, verschiedene Darts vor Ort zu werfen, sollte sie nutzen. Schon einige Minuten zeigen, wie unterschiedlich sich Barrels gleicher Grammzahl anfühlen können.

Dabei lohnt sich ein Vergleich zwischen einem dickeren Messingdart und einem schlanken Tungsten-Modell.

Wichtig ist nicht nur die Trefferzahl. Wie leicht lässt sich der Dart greifen? Findet die Hand automatisch dieselbe Stelle? Fühlt sich der Release sauber an?

Diese Eindrücke sind für die Kaufentscheidung wertvoller als die Materialangabe allein.

Beim Onlinekauf helfen die Barrelmaße

Nicht jeder hat einen Dartshop in der Nähe. Beim Onlinekauf sollten deshalb Gewicht, Länge und maximaler Durchmesser genau betrachtet werden.

Auch Fotos aus mehreren Perspektiven helfen dabei, die Barrelform einzuschätzen.

Gripangaben sind dagegen schwieriger objektiv zu vergleichen, weil Hersteller unterschiedliche Skalen verwenden.

Kundenbewertungen können Hinweise liefern, sollten aber nicht darüber entscheiden, ob eine bestimmte Form zur eigenen Hand passt.

Für den ersten ernsthaften Dart ist Tungsten meist sinnvoll

Wer bereits weiß, dass Dart regelmäßig gespielt werden soll, hat mit Tungsten einen klaren praktischen Vorteil: Der Barrel kann bei gleichem Gewicht deutlich schmaler ausfallen.

Dieser Vorteil bleibt auch dann relevant, wenn sich das eigene Spiel verbessert.

Ein Modell mit ungefähr 80 bis 90 Prozent Tungsten genügt dafür in vielen Fällen vollkommen.

Viel wichtiger als ein maximaler Wolframanteil sind eine angenehme Form, ein passender Grip und das richtige Gewicht.

Für gelegentliches Spielen bleibt Messing eine vernünftige Wahl

Wer einige Male im Jahr mit Freunden spielt, muss den Vorteil dünner Barrels nicht zwingend bezahlen.

Ein solides Messing-Set erfüllt seinen Zweck und kann viele Jahre verwendet werden.

Auch zum ersten Kennenlernen des Sports spricht nichts gegen dieses Material.

Messing ist deshalb nicht die schlechte Version eines Dartpfeils, sondern schlicht eine weniger dichte und günstigere Lösung.

Die Frage lautet nicht nur Tungsten oder Messing

Wer einen Dart auswählt, sollte das Material als einen von mehreren Faktoren betrachten. Das Gewicht muss zum Wurf passen, die Barrelform zur Griffposition und der Grip zu den Fingern.

Danach kommen Shaft, Flight und persönliche Vorlieben hinzu.

Ein schlecht passender 95-Prozent-Tungsten-Dart wird immer unangenehmer zu spielen sein als ein Messingdart, dessen Form perfekt in der Hand liegt.

Die Materialwahl darf deshalb nicht alle anderen Eigenschaften überdecken.

Für Einsteiger gibt es zwei sinnvolle Wege

Wer nur ausprobieren möchte, ob Dart dauerhaft Spaß macht, kann ohne Bedenken mit einem ordentlichen Messing-Set beginnen. Der geringe Preis reduziert die Einstiegshürde und reicht für das Erlernen der Grundlagen vollkommen aus.

Wer dagegen bereits weiß, dass regelmäßig gespielt werden soll, kann direkt zu einem guten Tungsten-Set greifen. Etwa 80 bis 90 Prozent Wolfram bieten bereits den entscheidenden Vorteil eines schlankeren Barrels.

Mehr braucht es für den Einstieg meist nicht.

Der beste Barrel ist der, der zur Hand passt

Tungsten besitzt einen klaren technischen Vorteil: hohe Dichte und damit schlanke Barrels bei hohem Gewicht. Messing punktet vor allem beim Preis und kann für Anfänger oder Gelegenheitsspieler vollkommen ausreichen.

Welche Variante tatsächlich besser ist, hängt deshalb von den eigenen Ambitionen ab.

Wer langfristig trainieren möchte, wird die zusätzlichen Möglichkeiten eines Tungsten-Barrels wahrscheinlich schätzen. Wer gelegentlich ein paar Runden spielt, kann mit Messing ebenso viel Spaß haben.

Am Board zählt am Ende ohnehin nicht, welches Metall in der Hand liegt. Entscheidend ist, ob sich der Dart immer wieder gleich greifen und kontrolliert ins gewünschte Feld werfen lässt.


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