Dartscheiben, Darts und Ausrüstung wie ein Profi
Wer zum ersten Mal ein Dartturnier verfolgt oder mit erfahrenen Spielern am Board steht, begegnet schnell einer eigenen Sprache. Da ist von Legs, Sets, Checkouts, Bogey Numbers, Breaks, Ton-plus-Aufnahmen oder einem Robin Hood die Rede. Vieles klingt komplizierter, als es ist. Die meisten Dartbegriffe beschreiben entweder einen bestimmten Treffer, eine Spielsituation, einen Restscore oder einen Bestandteil der Ausrüstung. Wer die wichtigsten Ausdrücke kennt, versteht nicht nur Übertragungen und Statistiken besser, sondern kann auch beim eigenen Spiel leichter nachvollziehen, warum bestimmte Entscheidungen sinnvoll sind.
Das Oche ist die Abwurflinie beim Dart. Der Spieler darf sie während des Wurfs nicht überschreiten. Beim Steeldart befindet sich die Vorderkante des Oche 2,37 Meter von der Vorderseite der Dartscheibe entfernt. Häufig ist die Linie lediglich auf dem Boden markiert, in professionellen Anlagen wird dagegen oft ein leicht erhöhtes festes Oche verwendet. Im Deutschen hört man gelegentlich auch schlicht „Abwurflinie“, international ist Oche jedoch der typische Begriff.
Ein Leg ist eine einzelne Spielrunde. Beim klassischen 501 beginnen beide Spieler oder Teams mit 501 Punkten und versuchen, ihren Score exakt auf null zu reduzieren. Wer zuerst regelkonform auscheckt, gewinnt das Leg. Je nach Turnierformat entscheidet eine bestimmte Anzahl gewonnener Legs direkt über das Match oder mehrere Legs bilden gemeinsam ein Set.
Ein Set besteht aus mehreren Legs. In einem Format „Best of 5 Sets“ gewinnt der Spieler, der zuerst drei Sets für sich entscheidet. Wie viele Legs innerhalb eines Sets benötigt werden, legt das jeweilige Turnierformat fest. Nicht jeder Wettbewerb wird in Sets gespielt. Viele moderne Turniere verwenden ausschließlich ein Legformat, weil sich Matchdauer und Zeitplan dadurch leichter kalkulieren lassen.
Das Match ist die komplette Begegnung zwischen zwei Spielern oder Teams. Es besteht je nach Regelwerk aus Legs oder Sets. Wer die notwendige Zahl an Legs beziehungsweise Sets erreicht, gewinnt das Match. Bei Turnieren folgt anschließend die nächste Runde, bis schließlich das Finale und damit der Gesamtsieger feststehen.
501 ist die verbreitetste Wettkampfvariante im Steeldart. Jeder Spieler beginnt mit 501 Punkten. Die geworfenen Punkte werden nach jeder Aufnahme abgezogen. Das Ziel besteht darin, exakt null zu erreichen und dabei in der üblichen Variante den letzten Dart auf ein Doppel zu werfen. Neben 501 existieren auch 301, 701 und andere Ausgangswerte, das grundlegende Prinzip bleibt jedoch ähnlich.
Double Out bedeutet, dass ein Leg nur mit einem Treffer in ein Doppelfeld beendet werden darf. Hat ein Spieler beispielsweise 40 Punkte Rest, gewinnt er mit Doppel 20. Bei 32 Punkten wäre Doppel 16 ein direkter Abschluss. Das Bullseye zählt dabei als Doppel der 25 und kann somit ebenfalls ein Leg beenden.
Beim Straight Out muss der letzte Dart nicht zwingend auf einem Doppel landen. Jeder Treffer, der den Score exakt auf null bringt, beendet das Leg. Diese Variante ist besonders bei Gelegenheitsspielern oder vereinfachten Spielformen verbreitet. Im klassischen professionellen 501 wird dagegen normalerweise Double Out gespielt.
Bei Double In beginnt die Wertung eines Spielers erst, nachdem er ein Doppelfeld getroffen hat. Vorher geworfene Punkte zählen nicht. Danach läuft das Spiel wie gewohnt weiter. Diese Regel wird nur in bestimmten Wettbewerben oder Varianten verwendet und ist deutlich seltener als Double Out.
Eine Aufnahme bezeichnet den normalen Besuch eines Spielers am Oche. Üblicherweise stehen dabei drei Darts zur Verfügung. Sobald alle drei Pfeile geworfen wurden oder das Leg bereits vorher beendet beziehungsweise durch Bust abgebrochen wurde, ist der Gegner an der Reihe. Im Englischen wird häufig von einem Visit gesprochen.
Visit ist der englische Ausdruck für eine Aufnahme. Kommentatoren sprechen beispielsweise von einem „big visit“, wenn ein Spieler mit seinen drei Darts besonders viele Punkte erzielt. Der Begriff ist im deutschsprachigen Dart ebenfalls verbreitet, insbesondere bei Übertragungen internationaler Turniere.
Der Average beschreibt die durchschnittlich erzielte Punktzahl. Üblicherweise ist mit dem angegebenen Match-Average der Drei-Dart-Average gemeint. Ein Average von 90 bedeutet also, dass ein Spieler rechnerisch durchschnittlich 90 Punkte pro drei Darts erzielt. Der Wert umfasst im Match normalerweise auch Würfe auf Doppel und wird deshalb nicht ausschließlich durch das reine Scoring bestimmt.
Der First 9 Average betrachtet nur die ersten neun Darts eines Legs. Da in dieser Phase normalerweise noch keine Würfe auf Doppel nötig sind, liefert er einen stärkeren Eindruck von der reinen Scoringleistung. Ein Spieler kann deshalb einen sehr hohen First 9 Average besitzen und trotzdem einen deutlich niedrigeren Gesamtaverage erreichen, wenn er anschließend viele Darts auf Doppel benötigt.
Checkout bezeichnet das regelkonforme Beenden eines Legs. Beim Double Out endet die Kombination immer mit einem Doppeltreffer beziehungsweise mit Bull. „Ein Checkout von 100“ bedeutet also, dass ein Spieler seine verbliebenen 100 Punkte innerhalb einer Aufnahme auf null bringt. Welche Kombination dabei gespielt wird, kann variieren.
Finish wird häufig ähnlich wie Checkout verwendet. Ein Spieler „steht auf einem Finish“, wenn sein Restscore mit den noch verfügbaren Darts einer Aufnahme beendet werden kann. Bei drei Darts ist 170 das höchste mögliche Finish. Restzahlen oberhalb von 170 sind deshalb zunächst keine direkte Checkoutchance.
Als High Finish wird ein besonders hoher Checkout bezeichnet. Je nach Statistik oder Turnier kann die genaue Grenze unterschiedlich verstanden werden, meist sind damit deutlich dreistellige Finishes gemeint. Besonders spektakulär sind Checkouts oberhalb von 120 Punkten, weil dafür häufig mehrere Triple und ein abschließendes Doppel oder Bull erforderlich sind.
170 ist das höchste mögliche Drei-Dart-Finish im klassischen Double-Out-Dart. Der bekannte Weg lautet Triple 20, Triple 20 und Bullseye. Höhere Restzahlen können mit drei Darts nicht beendet werden. Deshalb ist 170 für Checkouttabellen eine wichtige Grenze.
Ein Setup Shot ist ein Wurf beziehungsweise eine Aufnahme, deren Hauptziel nicht das unmittelbare Beenden des Legs ist, sondern eine günstige Restzahl für die nächste Aufnahme. Ein Spieler mit beispielsweise 200 oder mehr Punkten Rest versucht nicht nur, möglichst viel zu scoren, sondern kann bereits berücksichtigen, welcher Rest anschließend auf dem Board stehen bleibt. Besonders wichtig ist, sogenannte Bogey Numbers zu vermeiden.
Eine Bogey Number ist eine Restzahl, die mit der vorhandenen maximalen Dartzahl nicht beendet werden kann, obwohl sie innerhalb des allgemeinen Checkoutbereichs liegt. Bekannte Drei-Dart-Bogey-Zahlen sind unter anderem 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159. Gute Spieler versuchen deshalb, diese Restwerte am Ende einer Aufnahme nicht stehen zu lassen.
Ein Bust entsteht, wenn ein Spieler seinen Restscore regelwidrig unterschreitet, genau 1 Punkt übrig lässt oder beim Double Out zwar null erreicht, aber nicht mit einem Doppel abschließt. Die gesamte laufende Aufnahme wird dann verworfen. Der Spieler beginnt seinen nächsten Besuch wieder mit dem Punktestand, den er vor dieser Aufnahme hatte.
Madhouse ist ein traditioneller Spitzname für Doppel 1. Wer nur noch 2 Punkte Rest besitzt, muss dieses Feld treffen. Der Begriff spielt darauf an, dass Spieler nach mehreren verfehlten Doppeln immer weiter heruntergeteilt werden können, bis schließlich nur noch Doppel 1 übrig bleibt. Gerade in langen Amateurlegs kann dieses Feld zur nervenaufreibenden Endstation werden.
Ein Break bedeutet, dass ein Spieler ein Leg gewinnt, das der Gegner begonnen hat. Da der beginnende Spieler theoretisch einen kleinen Vorteil besitzt, ist ein Break insbesondere in kurzen Matchformaten taktisch wertvoll. Wer anschließend sein eigenes Anwurfleg hält, kann sich dadurch einen Vorsprung erarbeiten.
Hold bezeichnet das Gegenteil eines Breaks. Ein Spieler gewinnt das Leg, das er selbst begonnen hat. In ausgeglichenen Matches kann über längere Zeit jeder Spieler seine eigenen Anwurflegs halten, bis ein entscheidendes Break gelingt.
Throw kann im Englischen sowohl den einzelnen Wurf als auch den Anwurf beziehungsweise das Recht auf den ersten Wurf meinen. Wenn Kommentatoren sagen, ein Spieler „has the throw“, bedeutet das normalerweise, dass er das Leg beginnt. Im deutschen Sprachgebrauch wird dafür häufig Anwurf gesagt.
Der Anwurf entscheidet, wer ein Leg beginnt. Je nach Wettbewerb ergibt sich die Reihenfolge aus dem vorherigen Leg oder aus einer vorher festgelegten Regel. Zu Beginn eines Matches wird das Startrecht häufig durch einen Wurf auf Bull bestimmt. Der Spieler, dessen Dart näher am Zentrum liegt, erhält den ersten Anwurf.
Bull bezeichnet allgemein den mittleren Bereich der Dartscheibe. Er besteht aus dem äußeren grünen beziehungsweise andersfarbigen Single Bull mit 25 Punkten und dem inneren Bullseye mit 50 Punkten. Im Sprachgebrauch wird mit „Bull“ manchmal auch das gesamte Zentrum gemeint.
Das Bullseye ist der kleine innere Kreis in der Mitte des Boards und zählt 50 Punkte. Beim Double Out gilt es als Doppel der 25 und kann deshalb zum Checkout verwendet werden. Das Bullseye ist damit zugleich ein Scoringfeld und ein reguläres Abschlussfeld.
Der äußere Ring rund um das Bullseye zählt 25 Punkte. Er wird als Single Bull oder Outer Bull bezeichnet. Bei einigen Checkoutwegen kann die 25 taktisch interessant sein, weil sie einen gut kalkulierbaren Rest erzeugt.
Single bezeichnet den einfachen Zahlenwert eines Segments. Trifft ein Dart beispielsweise in den großen einfachen Bereich der 20, zählt er 20 Punkte. Dasselbe gilt für den kleinen Singlebereich zwischen Triple und Doppel. Beide zählen denselben einfachen Zahlenwert.
Der schmale äußere Ring eines Zahlensegments verdoppelt dessen Wert. Doppel 20 zählt 40 Punkte, Doppel 16 entsprechend 32. Im klassischen 501 Double Out muss der letzte Dart eines Legs in einem solchen Doppelfeld oder im Bullseye landen.
Der schmale innere Wertungsring verdreifacht die jeweilige Zahl. Triple 20 zählt 60 Punkte und ist damit das punktstärkste einzelne Feld auf einem normalen Dartboard. Triple 19 bringt 57 Punkte und wird häufig als Ausweichziel oder in Checkoutkombinationen genutzt.
Treble ist die im britischen Dart übliche Bezeichnung für Triple. T20 und T19 werden daher häufig als Treble 20 beziehungsweise Treble 19 ausgesprochen. Beide Wörter meinen dasselbe Feld.
Triple 20 ist das zentrale Scoringziel im Steeldart. Ein Treffer bringt 60 Punkte. Drei Treffer innerhalb einer Aufnahme ergeben 180 und damit die höchste mögliche Punktzahl mit drei Darts. Wegen ihrer Bedeutung wird dieser Bereich des Boards besonders stark beansprucht.
Triple 19 zählt 57 Punkte und ist die wichtigste Alternative zur Triple 20. Spieler wechseln häufig dorthin, wenn die 20 durch bereits steckende Darts blockiert ist oder eine bestimmte Restzahl erreicht werden soll. Auch zahlreiche Checkoutwege führen über die 19.
Eine 180 ist die höchste mögliche Punktzahl mit drei Darts. Dafür müssen alle drei Pfeile die Triple 20 treffen. Im professionellen Dart werden 180er vom Caller besonders betont angesagt und gehören zu den bekanntesten Momenten eines Matches. Eine hohe Zahl an 180ern ist allerdings nicht automatisch gleichbedeutend mit einem Matchgewinn, wenn Doppel und Checkoutspiel schwächer sind.
Maximum ist eine weitere Bezeichnung für eine 180. Sie beschreibt schlicht die maximal mögliche Punktezahl einer normalen Drei-Dart-Aufnahme. In Statistiken und Kommentaren werden 180 und Maximum häufig synonym verwendet.
Als Ton wird traditionell eine Aufnahme mit exakt 100 Punkten bezeichnet. Der Ausdruck stammt vom englischen „ton“ für hundert. Ein Spieler, der beispielsweise 20, Triple 20 und 20 trifft, erzielt damit genau 100 Punkte.
Ton Plus bezeichnet eine Aufnahme mit mindestens 100 Punkten. Je nach Sprachgebrauch können damit sämtliche Scores von 100 bis 180 gemeint sein. In manchen Statistiken werden bestimmte Bereiche getrennt ausgewiesen, etwa 100+, 140+ und 180.
Ton 80 ist eine umgangssprachliche englische Aussprache beziehungsweise Anspielung auf 180. Besonders durch Turnier-Caller ist das langgezogene „One Hundred and Eighty“ zu einem Markenzeichen des professionellen Darts geworden.
Die 26 ist eine der bekanntesten ungewollten Aufnahmen im Dart. Sie entsteht häufig beim Spiel auf Triple 20 durch einen Treffer in die 20 sowie je einen Dart in die benachbarte 1 und 5. Gerade Anfänger produzieren diesen Score regelmäßig. Deshalb besitzt die 26 in Dartkreisen beinahe Kultstatus.
Ein Shanghai besteht aus einem Single, einem Triple und einem Doppel derselben Zahl innerhalb einer Aufnahme. Auf der 20 wären das beispielsweise 20, Triple 20 und Doppel 20. Das ergibt insgesamt 120 Punkte. In manchen Spielvarianten kann ein Shanghai sogar einen besonderen Sofortsieg auslösen.
Als Little Shanghai werden je nach Spielkontext kleinere Kombinationen bezeichnet, die dem klassischen Shanghai ähneln. Der Begriff ist weniger streng standardisiert als das eigentliche Shanghai und wird nicht überall identisch verwendet.
Big Fish ist der Spitzname für das 170er-Checkout. Triple 20, Triple 20 und Bull ergeben das höchste mögliche Finish. Wegen seiner Schwierigkeit und Bedeutung gehört der Big Fish zu den spektakulärsten Checkouts im Dart.
Champagne Breakfast ist eine traditionelle scherzhafte Bezeichnung für bestimmte besonders niedrige Trefferkombinationen, häufig 20 Punkte mit drei Darts in 5, 5 und 10. Der Begriff zeigt, wie viele humorvolle Spitznamen sich im Dart über Jahrzehnte entwickelt haben. Solche Ausdrücke können regional unterschiedlich verwendet werden und spielen sportlich natürlich keine besondere Rolle.
Ein Robin Hood entsteht, wenn ein Dart nicht ins Board, sondern in das hintere Ende eines bereits steckenden Pfeils trifft und dort hängen bleibt. Bei klassischen Shafts kann die Spitze zwischen Flightaufnahme oder Shaftteilen stecken. Der Treffer sieht spektakulär aus, bringt aber normalerweise keine zusätzlichen Punkte: Gewertet wird nur ein Dart, dessen Spitze die Dartscheibe berührt und im gültigen Spielfeld steckt. Zudem kann ein Robin Hood Shaft und Flight beschädigen.
Ein Bounce-out ist ein Dart, der die Scheibe trifft, aber wieder herausfällt beziehungsweise gar nicht erst stecken bleibt. Häufige Ursachen sind Treffer auf den Spider, Kollisionen mit anderen Darts oder ungünstige Eintrittswinkel. Beim klassischen Steeldart wird ein herausgefallener Dart normalerweise nicht noch einmal geworfen und erzielt keine Punkte.
Bouncer wird umgangssprachlich ebenfalls für einen abgeprallten beziehungsweise herausgefallenen Dart verwendet. Je nach Region ist Bounce-out gebräuchlicher. Für den Spieler bedeutet beides dasselbe: Der Wurf zählt nicht, wenn die Spitze nicht regelkonform im Board steckt.
Der Spider ist das Drahtsystem, das die verschiedenen Wertungsbereiche auf der Dartscheibe voneinander trennt. Moderne hochwertige Boards besitzen sehr dünne, eingelassene Trennstege, um die Trefferfläche zu vergrößern und Bounce-outs zu reduzieren. Ältere Boards verwendeten häufig dickere Runddrähte und zusätzliche Klammern.
Wire bezeichnet den Draht beziehungsweise einen Teil des Spiders. Ein „wire hit“ ist ein Treffer auf den Trennsteg. Der Dart kann dadurch in ein benachbartes Segment abgelenkt werden oder komplett aus der Scheibe springen.
Board ist die übliche Kurzbezeichnung für die Dartscheibe. Im Steeldart besteht die Spielfläche hochwertiger Boards typischerweise aus gepressten Sisalfasern. Beim Softdart besteht das Board dagegen aus gelochten Kunststoffsegmenten mit elektronischer Treffererkennung.
Sisal ist das Fasermaterial moderner Steeldartboards. Die eng gepressten Fasern werden von der Dartspitze auseinandergedrückt und können sich nach dem Herausziehen teilweise wieder schließen. Deshalb besitzt ein gutes Board eine relativ lange Lebensdauer, insbesondere wenn es regelmäßig gedreht wird.
Der Barrel ist der metallische Hauptkörper des Dartpfeils und zugleich der Bereich, an dem der Spieler den Dart greift. Gewicht, Länge, Durchmesser, Schwerpunkt und Grip des Barrels beeinflussen das Wurfgefühl wesentlich. Häufig besteht er aus Tungsten-Legierungen oder bei günstigeren Darts aus Messing.
Tungsten ist die englische Bezeichnung für Wolfram. Wegen seiner hohen Dichte eignet sich das Material besonders gut für Dartbarrels. Ein relativ schwerer Dart kann dadurch sehr schlank gebaut werden. Angaben wie 80, 90 oder 95 Prozent Tungsten bezeichnen den Wolframanteil der verwendeten Legierung.
Brass bedeutet Messing. Messingbarrels sind günstiger als Tungsten-Darts, benötigen bei gleichem Gewicht aber mehr Volumen und sind deshalb meistens dicker. Sie werden häufig bei Einsteigersets und günstigen Freizeitdarts verwendet.
Grip bezeichnet die Oberflächenstruktur des Barrels. Rillen, Fräsungen und verschiedene Muster sorgen dafür, dass die Finger beim Greifen Halt und Orientierung bekommen. Gripstärken werden von Herstellern häufig in Stufen eingeteilt, diese Skalen sind jedoch nicht standardisiert. Ein besonders aggressiver Grip ist nicht automatisch besser, weil der Dart beim Release auch sauber aus den Fingern gleiten muss.
Point ist die Spitze des Darts. Bei Steeldarts besteht sie aus Metall und dringt direkt in das Sisalboard ein. Unterschiedliche Points variieren unter anderem in Länge, Oberfläche und Form. Manche Barrels ermöglichen einen einfachen Austausch der Spitzen.
Repointing bezeichnet das Wechseln einer Steeldartspitze. Bei klassischen Pressfit-Systemen wird dafür ein spezielles Werkzeug verwendet, während andere moderne Systeme geschraubte Wechselspitzen besitzen. Gründe für einen Wechsel können Verschleiß, eine verbogene Spitze oder der Wunsch nach einer anderen Länge beziehungsweise Oberfläche sein.
Der Shaft sitzt hinter dem Barrel und verbindet ihn mit dem Flight. Unterschiedliche Shaftlängen verändern die Gesamtlänge des Darts sowie die Position des Flights relativ zum Schwerpunkt. Dadurch können sich Flugverhalten und Einschlagwinkel verändern.
Stem ist vor allem im britischen Sprachraum eine andere Bezeichnung für Shaft. Beide Begriffe meinen denselben Bestandteil des Dartpfeils. Hersteller verwenden je nach Markt entweder Shaft oder Stem.
Der Flight bildet die aerodynamische Fläche am hinteren Ende des Darts. Er stabilisiert den Pfeil während des Flugs. Standard-, Shape-, Pear-, Kite- oder Slim-Flights besitzen unterschiedliche Flächen und können dadurch das Flugverhalten spürbar verändern.
Der Standard Flight ist eine relativ große klassische Flightform. Wegen seiner großen Fläche bietet er viel aerodynamische Stabilisierung und ist deshalb ein guter Ausgangspunkt für viele Setups. Besonders Einsteiger kommen damit häufig gut zurecht.
Slim Flights sind deutlich schmaler und erzeugen weniger Luftwiderstand. Sie können zu einem schnellen, direkten Wurf passen, stabilisieren einen unsauberen Release aber weniger stark als große Flightformen.
Ein Flight Protector ist ein kleines Element, das auf das hintere Ende eines klassischen Flights gesetzt wird. Es soll die Flügel zusammenhalten und Beschädigungen durch nachfolgende Darts reduzieren. Gleichzeitig fügt es dem hinteren Teil des Pfeils etwas zusätzliches Gewicht hinzu.
Ein Dart Case ist eine Tasche oder Box für Dartpfeile und Zubehör. Neben den eigentlichen Darts werden darin häufig Ersatzflights, Shafts, Spitzenwerkzeug und weiteres Zubehör transportiert. Bei modernen starren Flight-Shaft-Systemen sind Cases praktisch, in denen die Darts vollständig montiert bleiben können.
Ein Surround ist ein meist aus Schaumstoff bestehender Schutzring um die Dartscheibe. Er fängt Fehlwürfe ab und verhindert Schäden an der Wand. Besonders bei Einsteigern oder in Wohnräumen ist ein ausreichend großer Surround eine sinnvolle Ergänzung.
Ein Dart Cabinet ist ein Schrank beziehungsweise Gehäuse rund um die Dartscheibe. Die Türen können Schutz bieten und enthalten häufig Scoreflächen. Akustisch ist ein Cabinet allerdings nicht automatisch vorteilhaft, da ein hohler Holzkorpus Treffergeräusche verstärken kann.
Eine Dartmatte schützt den Boden, markiert häufig gleichzeitig die richtige Entfernung zum Oche und fängt herunterfallende Pfeile ab. Besonders auf Parkett, Laminat oder Fliesen verhindert sie Schäden an Boden und Dartspitzen.
Der Caller ist die Person, die bei professionellen Matches die erzielten Scores und Checkouts laut ansagt. Besonders die typische Ansage einer 180 gehört zur Atmosphäre großer Turniere. Der Caller muss schnell rechnen und die gültigen Treffer unmittelbar korrekt erfassen.
Ein Marker oder Scorer notiert beziehungsweise kontrolliert die Punktestände. In modernen Turnieren übernimmt einen großen Teil davon elektronische Technik, dennoch bleiben Schiedsrichter und Offizielle für die korrekte Durchführung verantwortlich.
Der Referee ist der Schiedsrichter des Matches. Er überwacht den Ablauf, bestätigt Scores und entscheidet bei Regelfragen. Bei großen Veranstaltungen können die Rollen von Referee, Caller und anderen Offiziellen miteinander verbunden beziehungsweise auf mehrere Personen verteilt sein.
Chalk bezeichnet traditionell das manuelle Notieren der Scores auf einer Tafel. Ein „Chalker“ ist entsprechend eine Person, die während eines Matches die Punkte mitschreibt. Obwohl heute häufig elektronische Systeme verwendet werden, gehört das Schreiben an der Tafel im Vereins- und Ligadart weiterhin zum Alltag.
Score bedeutet schlicht Punktzahl. Das kann sowohl die Punkte einer einzelnen Aufnahme als auch den verbleibenden Restwert im Leg bezeichnen. Im Deutschen wird häufig zwischen geworfenem Score und Restscore unterschieden.
Der Restscore ist die noch verbleibende Punktzahl eines Spielers. Er entscheidet darüber, ob bereits ein Checkout möglich ist und welcher Weg sinnvoll ist. Gute Spieler wissen ihren aktuellen Rest meist unmittelbar und planen dadurch mehrere Würfe voraus.
Darts at Double beschreibt die Zahl der tatsächlich auf ein Doppelfeld geworfenen Darts. Aus erfolgreichen Treffern und Versuchen lässt sich eine Doppelquote beziehungsweise Checkoutquote berechnen. Diese Statistik ist wichtig, weil ein hoher Scoringaverage allein kein Match gewinnt.
Die Checkoutquote gibt an, wie viele Doppelversuche erfolgreich waren. Trifft ein Spieler beispielsweise 4 seiner 10 Darts auf Doppel, liegt seine Quote bei 40 Prozent. Je nach Statistiksystem werden Bullversuche ebenfalls berücksichtigt, sofern sie zum Checkout dienen.
Break of Throw ist die vollständige englische Bezeichnung für ein Break. Der Spieler gewinnt ein Leg gegen den Anwurf des Gegners. Besonders in kurzen Formaten kann ein einziges Break entscheidend sein.
Ein Decider ist das letzte mögliche Leg oder Set eines ausgeglichenen Matches. Steht es beispielsweise in einem Best-of-11-Legs-Format 5:5, entscheidet das elfte Leg über den Sieger. Dieses Schlussleg wird häufig als Decider bezeichnet.
Sudden Death bezeichnet eine Situation, in der ein einzelnes entscheidendes Leg über das komplette Match oder eine Qualifikation entscheidet. Die genaue Anwendung hängt vom jeweiligen Turnierformat ab. In manchen Wettbewerben gelten zusätzlich besondere Regeln für das Startrecht.
Ein Seed ist ein gesetzter Spieler in einem Turnier. Aufgrund einer Rangliste oder vorherigen Leistung wird er so in den Turnierbaum eingeordnet, dass besonders starke Spieler nicht schon in der ersten Runde direkt gegeneinander antreten müssen.
Unseeded bezeichnet entsprechend einen nicht gesetzten Spieler. Ein ungesetzter Teilnehmer kann trotzdem zu den stärksten Spielern des Feldes gehören, besitzt aber im jeweiligen Wettbewerb keinen gesetzten Rang.
Ranking ist die Rangliste von Spielern. Je nach Organisation können Preisgeld, Ergebnisse oder Punkte über einen bestimmten Zeitraum zur Berechnung verwendet werden. Für den Hobbyspieler sind solche Ranglisten weniger relevant, im professionellen Dart bestimmen sie jedoch häufig Qualifikation und Setzlisten.
Ein Qualifier ist entweder ein Qualifikationsturnier oder ein Spieler, der sich darüber für ein größeres Event qualifiziert hat. Dadurch können auch Teilnehmer außerhalb der höchsten Ranglistenplätze in große Wettbewerbe gelangen.
Whitewash bezeichnet einen klaren Sieg, bei dem der Gegner kein einziges Leg beziehungsweise kein einziges Set gewinnt. Ein 6:0 in einem Best-of-11-Legs-Match wäre beispielsweise ein Whitewash. Der Begriff wird auch in anderen Sportarten für einen vollständigen Zu-null-Sieg verwendet.
Bagel wird umgangssprachlich gelegentlich ebenfalls für einen Nullwert beziehungsweise eine Niederlage ohne gewonnenes Leg verwendet. Der Ausdruck ist weniger formell und wird nicht überall gleichermaßen benutzt.
Ein Nine-Darter ist das perfekte Leg im 501. Ein Spieler benötigt exakt neun Darts, um von 501 auf null zu kommen – weniger ist mathematisch nicht möglich. Der bekannteste Weg beginnt mit zwei 180er-Aufnahmen und endet mit einem 141er-Checkout. Es existieren jedoch verschiedene Kombinationen, die ebenfalls nach neun Darts bei null enden.
Perfect Leg ist eine weitere Bezeichnung für den Nine-Darter. Es handelt sich um die geringstmögliche Zahl an Würfen für ein 501-Leg. Im professionellen Dart ist ein Nine-Darter trotz der enormen Spielstärke weiterhin ein besonderes Ereignis.
Diese Begriffe geben schlicht an, mit wie vielen Darts ein Leg beendet wurde. Ein 12-Darter ist ein sehr starkes Leg, ein 15-Darter entspricht genau fünf Aufnahmen und bedeutet einen Drei-Dart-Average von etwas über 100 für dieses Leg. Solche Angaben werden häufig genutzt, um die Qualität einzelner Legs zu beschreiben.
Dartitis bezeichnet eine ernste Form von Bewegungsblockade, bei der ein Spieler Schwierigkeiten bekommt, den Dart im gewünschten Moment loszulassen. Der Begriff wird manchmal scherzhaft für jeden schlechten Wurf verwendet, beschreibt tatsächlich aber ein deutlich schwerwiegenderes Problem als eine normale Formkrise. Betroffene können den Release zeitweise kaum oder gar nicht ausführen, obwohl die Bewegung körperlich grundsätzlich möglich wäre.
Grouping bezeichnet die räumliche Gruppierung der Darts im Board. Enge Gruppierungen zeigen, dass mehrere Würfe sehr ähnlich ausgeführt wurden. Drei eng beieinanderliegende Darts können technisch deshalb auch dann positiv sein, wenn sie knapp neben dem gewünschten Segment stecken.
Ein Marker Dart ist ein bereits geworfener Pfeil, der dem Spieler für den nächsten Dart als Orientierung oder sogar als physische Leitfläche dienen kann. Steckt der erste Dart knapp unter einem Triple und zeigt mit dem Flight günstig nach oben, kann der nächste Pfeil an ihm entlang in Richtung Ziel gleiten. Gute Spieler nutzen solche Situationen bewusst.
Ein Blocker ist ein bereits steckender Dart, der einen Teil des gewünschten Zielfelds verdeckt oder die Flugbahn nachfolgender Pfeile stört. In einer solchen Situation kann der Spieler seine Position am Oche leicht verändern oder auf ein alternatives Feld wie Triple 19 wechseln.
Switch bezeichnet genau diesen Wechsel auf ein anderes Scoringsegment. Ist Triple 20 blockiert oder fühlt sich der Winkel ungünstig an, kann ein Spieler beispielsweise auf Triple 19 wechseln. Profis entscheiden solche Wechsel sehr schnell anhand der Lage der bereits steckenden Darts.
Cover Shot bezeichnet häufig den Wechsel von der Triple 20 auf die Triple 19, wenn die 20 blockiert oder ungünstig zugänglich ist. Die 19 dient damit als alternatives Scoringziel. Da Triple 19 mit 57 Punkten nur drei Punkte weniger als Triple 20 bringt, ist der Verlust gering.
Route beschreibt den geplanten Checkoutweg. Bei einer Restzahl können verschiedene Routes möglich sein. Ein Spieler entscheidet sich beispielsweise aufgrund seiner bevorzugten Doppel, der Position bereits steckender Darts oder der Fehlertoleranz für eine bestimmte Kombination.
Miss bedeutet schlicht einen verfehlten Zieltreffer. Beim Checkoutdenken ist allerdings wichtig, wohin ein typischer Miss führt. Ein sinnvoller Checkoutweg berücksichtigt nicht nur den perfekten Triple-Treffer, sondern möglichst auch eine brauchbare Restzahl, wenn lediglich das große Singlefeld getroffen wird.
Als Bed wird ein bestimmter Wertungsbereich bezeichnet, beispielsweise das Triple-20-Bed. Der Ausdruck beschreibt nicht das gesamte Zahlensegment, sondern die einzelne Zielfläche. Besonders Kommentatoren verwenden den Begriff, wenn mehrere Darts dicht in demselben kleinen Bereich stecken.
Ein Segment ist ein kompletter Zahlenbereich auf der Dartscheibe. Das 20er-Segment umfasst die beiden Singlebereiche sowie Triple 20 und Doppel 20. Die Drahtstruktur trennt es von den benachbarten Segmenten 1 und 5.
Clock ist eine gebräuchliche Bezeichnung für die Zahlenanordnung der Dartscheibe beziehungsweise für Trainingsspiele, bei denen die Segmente der Reihe nach getroffen werden. „Around the Clock“ ist eine bekannte Übung, bei der nacheinander die Zahlen 1 bis 20 und häufig anschließend Bull gespielt werden.
Around the Clock ist ein einfaches Trainings- und Freizeitspiel. Der Spieler muss bestimmte Zahlen in festgelegter Reihenfolge treffen. Je nach Variante zählen nur Singles oder auch Doppel und Triple. Das Spiel eignet sich besonders gut, um alle Bereiche des Boards kennenzulernen statt ausschließlich auf die 20 zu werfen.
Cricket ist eine beliebte Dartvariante, bei der typischerweise die Zahlen 15 bis 20 sowie Bull eine besondere Rolle spielen. Die Felder müssen mehrfach getroffen beziehungsweise „geschlossen“ werden, während gleichzeitig Punkte erzielt werden können. Das Spiel verlangt andere taktische Entscheidungen als 501 und ist besonders im Softdart sehr verbreitet.
Killer ist eine Freizeitspielvariante, bei der Spieler zunächst ihre eigene Zahl erhalten und anschließend bestimmte Treffer benötigen, um zum „Killer“ zu werden beziehungsweise Gegner aus dem Spiel zu werfen. Die genauen Regeln unterscheiden sich regional stark. Das Grundprinzip besteht darin, dass bestimmte individuelle Segmente angegriffen beziehungsweise verteidigt werden.
Shanghai bezeichnet nicht nur die Trefferkombination aus Single, Triple und Doppel derselben Zahl, sondern auch ein eigenes Dartspiel. Dabei werden der Reihe nach bestimmte Zahlen gespielt und Punkte gesammelt. Je nach Variante kann ein vollständiger Shanghai einen unmittelbaren Sieg bedeuten.
Ein Practice Board ist eine Trainingsdartscheibe mit verkleinerten Triple- und Doppelfeldern. Dadurch werden Zielbereiche künstlich schwieriger. Solche Boards können für fortgeschrittene Spieler interessant sein, ersetzen aber kein normales Matchtraining auf Standardmaßen.
Warm-up bezeichnet das Einwerfen vor Training oder Match. Einige Minuten lockeres Werfen helfen dabei, Bewegungsgefühl und Rhythmus zu finden. Ein Warm-up dient nicht dazu, bereits Bestleistungen zu produzieren, sondern den normalen Bewegungsablauf abzurufen.
Rhythm beziehungsweise Rhythmus beschreibt den zeitlichen Ablauf eines Dartwurfs und einer gesamten Aufnahme. Viele Spieler entwickeln eine sehr konstante Geschwindigkeit zwischen Aufnahme, Zielen und Release. Unter Druck verändert sich dieser Rhythmus manchmal, was wiederum die Präzision beeinflussen kann.
Release ist der Moment, in dem die Finger den Dart freigeben. Zeitpunkt und Gleichmäßigkeit des Release beeinflussen die Flugbahn erheblich. Ein Finger, der etwas länger am Barrel bleibt, kann beispielsweise einen seitlichen Impuls erzeugen. Deshalb gehört ein reproduzierbarer Release zu den wichtigsten Grundlagen einer stabilen Wurftechnik.
Follow-through bezeichnet die Fortsetzung der Arm- und Handbewegung nach dem Loslassen des Darts. Der Pfeil kann danach natürlich nicht mehr beeinflusst werden, die Bewegung zeigt aber, ob der Wurf flüssig ausgeführt wurde. Ein immer wieder ähnlicher Follow-through kann deshalb ein Hinweis auf einen reproduzierbaren Bewegungsablauf sein.
Stance bezeichnet die Körper- beziehungsweise Fußstellung am Oche. Manche Spieler stehen nahezu seitlich zur Scheibe, andere deutlich offener. Eine universell perfekte Position gibt es nicht. Wichtig ist, dass der Stand stabil, komfortabel und bei jeder Aufnahme reproduzierbar ist.
Throwing Line ist eine weitere englische Bezeichnung für die Abwurflinie beziehungsweise das Oche. Bei mobilen Dartmatten ist diese Linie häufig bereits markiert, wodurch der korrekte Abstand zur Scheibe leichter eingehalten werden kann.
Eine Checkout Table ist eine Tabelle mit möglichen Finishwegen für verschiedene Restzahlen. Sie zeigt beispielsweise, welche Triple-, Single- und Doppelfelder für einen bestimmten Checkout gespielt werden können. Solche Tabellen sind besonders für Anfänger hilfreich, sollten aber langfristig durch echtes Verständnis der Restzahlen ergänzt werden.
Das Scoreboard zeigt den aktuellen Punktestand. Es kann klassisch als Tafel, digital per App oder als elektronisches Display ausgeführt sein. Bei 501 ist es besonders wichtig, den Restscore jederzeit zu kennen, damit Setup- und Checkoutentscheidungen rechtzeitig getroffen werden können.
Autoscoring bezeichnet Systeme, die Treffer automatisch erkennen und Punkte berechnen. Beim Softdart ist diese Technik seit langem üblich, beim Steeldart gibt es inzwischen kamerabasierte Lösungen. Für private Anlagen kann Autoscoring das Spielen komfortabler machen, das Kopfrechnen sollte dadurch aber nicht völlig verlernt werden.
Ein Dartbot ist ein virtueller Gegner in einer App oder Software. Der Spieler wirft seine echten Darts und trägt den eigenen Score ein, während die Anwendung die Aufnahmen des künstlichen Gegners simuliert. Die Stärke lässt sich häufig an den eigenen Average anpassen.
Checkout Pressure beschreibt den psychologischen Druck, wenn ein Spieler eine konkrete Chance zum Leggewinn besitzt. Derselbe Doppelwurf kann im Training völlig problemlos wirken und im entscheidenden Match plötzlich deutlich schwieriger erscheinen. Matchpraxis hilft dabei, solche Situationen vertrauter zu machen.
Ein Match Dart ist ein Dart, mit dem der Spieler das gesamte Match gewinnen kann. Nicht jeder Wurf auf Doppel ist automatisch ein Match Dart. Erst wenn ein erfolgreicher Treffer tatsächlich die Begegnung beenden würde, wird der Begriff verwendet.
Entsprechend bezeichnet Set Dart einen Wurf, mit dem ein Set gewonnen werden kann. In reinen Legformaten spielt der Ausdruck natürlich keine Rolle.
Ein Leg Dart ist eine Chance, das aktuelle Leg zu beenden. Im normalen Sprachgebrauch wird häufiger von einem Dart auf Doppel beziehungsweise Checkoutchance gesprochen, der Begriff ist aber verständlich und wird gelegentlich verwendet.
Matchplay beschreibt das direkte Spiel zweier Gegner gegeneinander. Anders als bei reinen Scoringübungen entsteht dabei taktischer und psychologischer Druck. Ein Gegner kann durch hohe Aufnahmen, schnelle Checkouts oder verpasste Chancen den Charakter eines Legs verändern.
Der Walk-on ist der Einmarsch eines Spielers auf die Bühne bei größeren Turnieren. Häufig besitzt jeder Profi ein eigenes Einlauflied. Der Walk-on gehört inzwischen stark zur Show des professionellen Darts, hat auf den eigentlichen Spielablauf natürlich keinen Einfluss.
Der Walk-on Song ist das individuelle Lied, mit dem ein Spieler die Bühne betritt. Manche Songs werden so eng mit bestimmten Profis verbunden, dass das Publikum bereits bei den ersten Takten reagiert. Im modernen Fernsehdart gehört dieses Ritual zur Atmosphäre großer Veranstaltungen.
Stage bezeichnet die Hauptbühne eines Turniers. Dort finden die besonders wichtigen oder übertragenen Matches statt. Bei großen Events existieren daneben teilweise weitere Boards für andere Begegnungen.
Ein Floor Tournament wird ohne große Bühne und üblicherweise mit zahlreichen parallel laufenden Boards ausgetragen. Solche Turniere richten sich vor allem an Spieler und Offizielle und besitzen weniger Showelemente als große TV-Events.
Bei Turnieren mit vielen parallelen Gruppen beziehungsweise Boards kann eine Board Final das entscheidende Match eines einzelnen Turnierbereichs sein. Der Sieger zieht anschließend in eine spätere Runde ein. Der genaue Begriff hängt vom jeweiligen Turnierformat ab.
Die große Zahl an Begriffen wirkt zunächst umfangreich, doch im praktischen Spiel wiederholen sich dieselben Ausdrücke ständig. Wer einige Legs 501 gespielt hat, versteht Bust, Checkout, Double Out, Average und Restscore bald automatisch. Wer zusätzlich Turniere verfolgt, hört schnell Begriffe wie Break, Hold, Bogey Number, Cover Shot oder Big Fish. Selbst die ungewöhnlicheren Namen prägen sich ein, sobald man die entsprechende Situation einmal gesehen hat.
Besonders interessant ist, dass Dartbegriffe nicht nur Namen liefern, sondern oft bereits etwas über die Spielstrategie verraten. Ein Bogey ist eine Restzahl, die bewusst vermieden werden soll. Ein Setup Shot bereitet ein Finish vor. Ein Cover Shot reagiert auf ein blockiertes Hauptziel. Ein Break beschreibt den Vorteil, ein gegnerisches Anwurfleg gewonnen zu haben. Wer diese Begriffe versteht, erkennt deshalb wesentlich besser, warum erfahrene Spieler bestimmte Felder wählen.
Manche Dartmomente sehen spektakulärer aus, als sie sportlich sind. Ein Robin Hood sorgt am Board meist für Aufmerksamkeit, zählt aber keine zusätzlichen Punkte und kann sogar das Material beschädigen. Eine unscheinbare einfache 20 kann dagegen ein perfekter Setup-Dart sein und wenige Sekunden später zum gewonnenen Leg führen. Genau darin steckt viel vom Reiz des Spiels: Nicht jeder besondere Moment ist ein hoher Score, und nicht jeder scheinbar kleine Treffer ist unwichtig.
Dart wirkt von außen zunächst sehr einfach: drei Pfeile werfen und Punkte abziehen. Sobald Begriffe wie Checkout, Setup, Break, Bogey, Cover Shot oder Marker Dart vertraut werden, zeigt sich jedoch eine wesentlich tiefere Ebene. Plötzlich ist nachvollziehbar, warum ein Spieler auf Triple 19 statt Triple 20 wechselt, weshalb er bewusst eine kleinere Zahl trifft oder warum ein bestimmtes Doppel bevorzugt wird. Die Fachsprache ist deshalb kein unnötiger Jargon. Sie beschreibt Situationen, die beim Dart ständig vorkommen – und macht es leichter, das Spiel nicht nur als Serie von Treffern, sondern als Mischung aus Präzision, Rechnen und Taktik zu verstehen.
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